Jochen Brusch 


Unterricht

Einen nicht unwesentlichen Teil seiner Zeit widmet Jochen Brusch der musikalischen Jugend.
Klicken Sie hier, um über ein Konzert mit Schülern in der "Villa Eugenia" zu lesen.

Regelmäßig haben Schüler Preise beim Wettbewerb "Jugend musiziert" errungen, darunter auch solche auf Landes- und Bundesebene.
Manche Schüler sind bereits selbst zu erfolgreichen Musikern avanciert. Jedoch sind auch "weniger ambitionierte" Schüler in seinem Unterricht willkommen.

Außerhalb von Tübingen hat Jochen Brusch bei den Kammermusik-Kursen im Kloster Kirchberg, bei den internationalen Kursen für Streicher in Öster Jölby (DK), an der "Scatuola Armoniosa" in Perugie (I), am "National Palace of Culture" in Sofia (Bulgarien), und an verschiedenen amerikanischen Universitäten, (New York, Los Angeles, Phoenix) sowie bei anderen Kursen, Workshops und Seminaren unterrichtet.Gastvorlesungen und pädagogische Vorführungen fanden an den Universitäten von Regensburg und Aalborg (DK) statt.

Unter den speziell mit pädagogischen Zielen ausgerichteten Konzerten sind die seit vielen Jahren regelmäßig laufenden Schulkonzerte an dänischen Schulen sowie verschiedene Konzert-Vortragsreihen zu nennen, darunter "Die Violine und ihre Meister" in 8 Teilen im Auftrag der Museumsgesellschaft der Universität Tübingen und "Portraits jüdischer Geiger" in 4 Teilen im Auftrag der "Alten Synagoge Hechingen".

Während einiger August-Tage leitet Jochen Brusch einen intensiven Workshop auf der Insel Mors (DK), wo im Sommer 2001 15 junge Streicher aus verschiedenen europäischen Ländern teilnahmen. 
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Speziell für seine Schüler und das junge Publikum entstanden verschiedene kleinere Werke und Übungen, darunter eine Etüden-Sammlung nach Werken von J. S. Bach. Link


Violinunterricht im 21. Jahrhundert 
Jochen Brusch über seinen eigenen UnterrichtIn einer Zeit, in der oberflächliche Zerstreuungen u.a. durch die Welt der Multi Media immer mehr überhandzunehmen scheinen, ist es m.E. umso beachtenswerter, wenn junge Menschen mit ihrer persönlichen Energie und ihrem Enthusiasmus ein klassisches Musikinstrument erlernen.

In meinem Unterricht versuche ich meine unverminderte Begeisterung für die Musik und für die Geige mit meinen Schülern zu teilen.

Ich bewundere meine Schüler für ihre Intelligenz, ihren Fleiß und ihr Talent und wie sie diese Eigenschaften zur Erlernung eines so schwierigen Instruments einsetzten. So manches Mal schon habe ich gestaunt über die Art, wie sie gewisse Passagen während einer Unterrichtsstunde oder bei einem Konzert gemeistert haben, (obwohl ich wahrscheinlich nach deren Ausführung dieses oder jenes Detail kritisiert haben mag.)

Die Kunst des Violinspiels an die nächste Generation weiterzugeben bedeutet für mich mehr als lediglich eine angenehme Beschäftigung mit Musik und jungen Leuten. Es geht auch um das Anknüpfen an eine sehr alte Tradition, die sich durch meine Lehrer, deren Lehrer u.s.w. bis zu den Anfängen des Violinspiels zurückverfolgen läßt. In dieser geigerischen Ahnenreihe finden sich so klangvolle Namen wie u.a. Arcangelo Corelli, Antonio Vivaldi, Giuseppe Tartini, Giovanni Battista Viotti, Rudolphe Kreutzer, Joseph Joachim, Carl Flesch und Ivan Galamian. Klicken Sie hier für die Ahnenreihe

Wenngleich auch nur wenige meiner Schüler diese Tradition einst selbst weitergeben werden, so sind wir dennoch alle Teil dieser großen "Geiger-Familie". Wir spielen ein Instrument, das sich seit seinen Anfängen (um 1550 !) nicht wesentlich verändert hat und das heute, in einer sich in immer schnellerem Tempo verändernden Welt, für uns nichts von seiner Faszinationskraft verloren hat.

Lassen wir Franz Grillparzer mit seinem sinnigen Vierzeiler diese kurze Betrachtung beschließen, lässt sich doch der Kern der Sache kaum trefflicher formulieren:
Vier arme Saiten! – es klingt wie ein Scherz –
Für alle Wunder des Schalles!
Hat doch der Mensch nur ein einzig Herz
Und reicht doch hin für alles.



jochenbrusch.de